Unser Blumenhaus ist seit 2013 wiedereröffnet

Seit 19 Jahren verkauft Familie Mehnert ihre selbst angebauten Pflanzen. Jedoch bleibt von den zwei Läden nur einer übrig. Fünf Monate war der Laden von Angelika Mehnert in der Kronenstraße 36 geschlos­sen. Am Sonnabend wird das Blumenhaus wiedereröffnet. Allerdings ohne Angelika Mehnert. Die Mittsechzigerin ist jetzt in Rente gegangen und hat ihren Laden, den sie seit 1994 betreibt, an Tochter Silke übergeben. "Aber ein bissel helfe ich noch zur Eröffnung mit", sagt sie.

Silke Zeeman war überwiegend im zweiten Laden der Familie an der Dresdner Straße in Cossebaude tätig. Dieser war ebenfalls 1994 eröffnet worden. Doch seit Anfang August ist das Geschäft geschlos­sen. "Zwei Läden sind einfach zu viel", so die 44-Jährige. Außerdem gebe es in Cosse­baude ausreichend Blumenläden, was in Trachau anders sei. Deshalb wagt sie hier den Neuanfang. Zumal der Eigentümer die Räume an der Kronenstraße in den vergangenen fünf Monaten saniert hat.

Jetzt gibt es in dem Laden neue Fußböden, neue Strom- und Wasserleitungen und frische Farbe an den Wänden. Für den Rest sorgte Silke Zeeman. "Wir haben die Ladeneinrichtung aus Cossebaude mitgenommen und aufgemöbelt", erklärt sie und lässt Ih­ren Blick über die bunt gefüllten Regale schweifen. Aber nicht nur das Mobiliar kam nach Trachau, auch die zwei Ange­stellten folgten ihrer Juniorchefin in den Dresdner Nordwesten.

"Die beiden werden sich sicher schnell einleben", ist Seniorin Angelika Mehnert überzeugt. Neben all dem Neuen ist in dem Blumenhaus auch ei­niges beim Alten geblieben. Die Blühpflan­zen beispielsweise. die weiterhin von der Gärtnerei der Familie in Gohlis bezogen werden.

Diese hat Silke Zeeman Großvater Erich 1936 gegründet. Sein Grundkapital war damals ein Hänger voll Erde, den er zur Hochzeit geschenkt bekommen hatte. 1972 ging dje Gärtnerei an Sohn Werner und dessen Frau Angelika über. Besonders beliebt waren zu DDR-Zeiten Mehnerts Strelitzien, die noch in der Wohnung an der Gärtnerei verkauft wurden. Woher ihr Mann das erste Exemplar der exotischen Pflanze her hatte, weiß Angelika Mehnert heute nicht mehr. Aber sie erinnert sich noch gut daran, wie sich ihr Gewächshaus innerhalb weniger Jahre in einen Dschun­gel verwandelte.